Mein Weg
gelebte Resilienz
Man kann meinen Lebenslauf auf zwei Arten lesen.
Die erste: Schreiner. Geprüfter Handelsfachwirt. 27 Jahre in Handel, Management und Industrie – mit Verantwortung in Vertrieb, Projektmanagement und Business-Analyse. Dann psychologischer Berater, NLP Master und Dozent in der Erwachsenenbildung. Das klingt nach Karriere mit Kurswechsel.
Die zweite Lesart ist die passendere: Das ist die Geschichte eines Menschen, der aufgrund von Lebensveränderungen immer wieder neu anfangen durfte – und dabei gelernt hat, wie Veränderung wirklich funktioniert. Nicht auf Folien. Im eigenen Leben.
An der Werkbank
Mein Weg begann an der Werkbank. Als Schreiner habe ich gelernt, dass aus rohem Material etwas Wertvolles entstehen kann, wenn man es mit Sorgfalt und Geduld bearbeitet. Und ich habe noch etwas gelernt, das in keinem Lehrbuch stand: Ein Brett wehrt sich, wenn man gegen die Faser arbeitet. Menschen auch.
Das ist bis heute der Kern von allem, was ich über Resilienz weiß – ich kannte damals nur das Wort noch nicht. Veränderung gelingt nicht gegen das Material. Sie gelingt mit ihm.
Die Jahre dazwischen
Dann kamen 27 Jahre in Handel, Management und Industrie. Ich habe Teams geführt, Projekte begleitet, Systeme getestet, Umstrukturierungen erlebt – von beiden Seiten des Schreibtischs. Heute sage ich nicht mehr: Ich war Kaufmann. Ich sage: Ich war mittendrin, wann immer sich Organisationen und Menschen verändern mussten, ob sie wollten oder nicht.
Das war meine eigentliche Ausbildung. Change-Management, gelernt am lebenden Objekt. Ich habe gesehen, was Umbrüche mit Menschen machen, die niemand fragt. Ich habe erlebt, wie Unternehmen Wandel verkünden und vergessen, dass Wandel wehtut. Und ich habe an mir selbst gemerkt, dass Funktionieren und Leben zwei verschiedene Dinge sind.
Die Wende
Was als persönliche Suche begann, wurde zum zweiten Beruf: NLP, psychologische Beratung, systemische Arbeit, Tai Chi, Qigong und Lu Jong.
Ich habe nicht die Seite gewechselt – ich habe die zweite Hälfte dazugelernt. Wer Veränderung nur als Prozess versteht, hat sie nur halb verstanden. Die andere Hälfte spielt sich im Körper ab, im Nervensystem, in dem leisen inneren Raum, in dem entschieden wird, ob jemand einen Umbruch als Bedrohung erlebt oder als Übergang.
Über all diese Jahre ist mir eines klar geworden: Wissen ist mehr als Information – es ist Schutz, Orientierung und Hoffnung.
Heute
Heute begleite ich Menschen in Veränderung – als Coach, als Dozent in der Erwachsenenbildung und in meiner eigenen Praxis für Achtsamkeit, Readings und Resilienz.
Man könnte sagen: Ich bin Change-Manager geblieben. Nur dass die Ebenen andere geworden sind. Früher waren es Prozesse und Systeme. Heute sind es Lebensläufe, Nervensysteme und die Frage, die hinter fast jedem Umbruch steht:
„Wer bin ich, wenn das Alte nicht mehr trägt?“
Ich möchte Menschen nicht nur etwas beibringen, sondern ihnen zeigen, dass sie mehr können, als sie glauben. Dass es einen Weg gibt. Mein Wissen weiterzugeben ist für mich keine Pflicht, sondern eine Berufung – der Wunsch, anderen das zu geben, was ich selbst gebraucht hätte: Halt, Klarheit und die Gewissheit, nicht allein zu sein.
Sind Sie bereit für den nächsten Schritt?
Veränderung beginnt mit dem ersten Schritt.
Ich freue mich darauf, Sie kennenzulernen und Sie auf Ihrem Weg zu begleiten.
